Nachdem wir schon im Osten und Westen von Deutschland unterwegs gewesen sind, machten wir uns endlich auf zur Nordsee. Nach einem spontanen Ausflug über die niederländische Grenze, fanden wir endlich den Weg zum Meer! Kommt mit auf diese Reise und entdeckt mit uns den Norden von Deutschland!

Zu Beginn beabsichtigten wir nur einen kurzen Aufenthalt in Deutschland. Das große Ziel war der weitläufige Norden. Allzu lange planten wir nicht in der Bundesrepublik Deutschland zu bleiben. Doch wie immer hatten sich unsere Pläne geändert und wir verbrachten mehrere Wochen in diesem Land. Alles in allem entdeckten wir einige wirklich schöne Ecken von Deutschland. Obwohl es für uns Bergliebhaber, doch überall ein wenig flach war 🙂

Nachdem wir im Osten und im Westen von Deutschland unterwegs gewesen sind, freuten wir uns endlich wieder in Richtung Norden zu fahren. Nicht nur weil wir uns langsam dem langersehnten Ziel näherten, sondern auch, weil wir mal wieder etwas Zeit an der Küste verbringen würden. So sehr wir die Berge lieben, auch das Meer hat seine Reize, welche wir zu schätzen wissen! Zudem war es die letzten Wochen sehr warm und an der Küste hofften wir auf Abkühlung durch ein wenig Wind.

Ziemlich planlos begaben wir uns also nach Norden und ließen alles auf uns zukommen. Wir wussten nicht viel über den Norden von Deutschland, nur das zu dieser Zeit im Sommer bezüglich Touristen wohl einiges los sein wird. Wir hofften aber, das wir ohne feste Ziele auch nicht umbedingt auf die großen Touristen-Hotspots stossen würden.

Freistehen am Jadebusen und der Nordsee

Umgeben von Deichlämmern verbrachten wir eine wirklich ruhige Nacht direkt auf dem Deich mit wunderbarer Aussicht!

Schlussendlich landeten wir am Jadebusen, eine rund 190km2 große Meeresbucht. Entlang der Küstenlinie dieser Bucht verläuft ein Deich, der direkte Sicht auf das Meer bietet. Auf der Suche nach einem Platz für eine gemütliche Nacht, fuhren wir planlos dem Deich entlang und hofften, dass wir vielleicht doch noch einen Stellplatz auf der anderen Seite des Deichs oder vielleicht sogar obendrauf finden würden. Dabei sind wir auf das Strandbad Sehestedt gestossen, das zugleich auch ein Campingplatz ist. Doch schon von weitem überkam uns das Grauen, als wir hunderte weisse motorisierte und nicht motorisierte Wohnschachteln entlang der Küste in Reih und Glied stehen sahen. Nein, wir haben absolut nichts gegen klassische Wohnwagen oder Mobile. Im Gegenteil, nach Monaten im Van verstehen wir jeden, der sich den Komfort eines größeren Mobils gönnen will und auch eine richtige Toilette und Dusche auf dem Camping schätzt. Aber Campingplätze sind einfach nicht unser Ding. Mal abgesehen davon, dass so ein Campingplatz mit unserem Vierbeiner ganz schön anstrengend sein kann, haben wir einfach keine Lust uns in irgendwelche Parzellen einzugliedern.

Wir sind also weiter gezogen und hielten erneut Ausschau nach einem geeigneten Plätzchen. Dabei realisierten wir schnell, dass zu dieser Zeit wirklich viel los ist in dieser Region. Doch die Hoffnung stirb zuletzt. Und mit ein wenig Geduld hatten wir nur wenig später doch tatsächlich einen kleinen Platz mit grandioser Aussicht auf die Bucht (und den Campingplatz ;)) auf dem Deich gefunden! Freistehen mit Sicht auf den Jadebusen ist also doch möglich 🙂

Ein Platz für die Nacht auf dem Deich am Jadebusen, ein echte Rarität! Wir hatten wunderbare Sicht auf Deichlämmer, riesige Grünflächen, Ebbe und Flut, sowie den Campingplatz.

Nachdem wir am nächsten Tag einen Waschsalon in Bremerhaven aufgesucht hatten, zogen wir weiter entlang der Nordseeküste. Die Herausforderung war also wieder die gleiche wie Tags zuvor. Es war viel los, viele Fahrverbote auf und über den Deich und wenn man mal darüber fahren durfte, waren dahinter meist Parkzeit Limitierungen von zwei Stunden aufgestellt. Doch wir gaben auch an diesem Tag nicht auf und wurden dafür belohnt. Ja, es wurde erneut „nur“ ein Betonplatz, aber auch dieses Mal wieder mit Sicht auf das Meer und das ohne ein anderes Fahrzeug neben an! Wir fanden einen Weg über den Deich und dahinter einen kleinen Parkplatz, der wohl von Ansässigen für Spaziergänge mit ihrem Hund genutzt wird. Da wir aber erst abends eintrafen, war es wieder sehr ruhig und kaum was los. Ach ja, im Video unterlief uns ein kleiner Fehler an dieser Stelle! Der zweite Stellplatz ist natürlich nicht mehr am Jadebusen, sondern an der Nordseeküste!

Ein kleiner Parkplatz hinter dem Deich! Die Nordsee war zu weit weg, um sie wirklich sehen zu können, doch auch die unendlichen Grünflächen ergaben ein beeindruckendes Panorama beim Sonnenuntergang.

Alles in allem gehört die Deutsche Nordseeküste wohl nicht zu unseren bevorzugten Regionen bezüglich frei stehen. Doch wir fanden wirklich angenehme Spots und waren mit diesen dann auch sehr zufrieden. Wir können also jedem, der sich in diese Region wagt und keine Stell- oder Campingplätze aufsuchen möchte, empfehlen zu suchen, den wer suchet, der findet auch den einen oder anderen Platz. Nein, die beiden Plätze, die wir besucht haben, werden wir nicht im Internet veröffentlichen. Nicht etwa, weil wir euch diese einfach vorenthalten möchten, sondern weil wir hoffen, dass diese Plätze noch eine ganze Weile frei von Parkverboten oder Limitierungen bleiben.

Du möchtest unsere Reise entlang der Nordseeküste noch genauer verfolgen und mehr Infos bekommen? Dann schau doch einfach unser Video 🙂 Wir freuen uns natürlich auch über Feedback! Wenn du Fragen hast oder dir eine Anmerkung auf dem Herzen liegt, dann zögere nicht und teile deine Gedanken in einem Kommentar mit uns.