„Wie bekommt ihr die warme Luft aus der Standheizung in der Alukiste runter in den Van?“ Diese Frage wurde uns bezüglich unserer Diesel Standheizung Planar 2D mit Abstand am häufigsten gestellt. Wie genau wir die Wärme in unseren Mowag führen und warum wir uns für diese Lösung entschieden haben, verraten wir dir in diesem Video.

Unsere Planar 2D Diesel Standheizung sitzt in einer Alukiste auf dem Van-Dach. Das bietet uns in Sachen Flexibilität einige Vorteile. Doch irgendwie müssen wir die warme Luft aus der Kiste in unseren Van bringen. Es sind uns zwei Möglichkeiten eingefallen: Entweder wir hätten große Löcher in unser Dach geschnitten und dort die Anschlüsse für die Warmluftleitungen montiert oder wir entschieden uns für eine Durchführung durch das Beifahrer Fenster. Ersteres war uns Grundsätzlich ein wenig unsympathisch, denn Löcher im Dach sind langfristig immer ein Risiko. Irgendwann könnte die Verbindung aufgrund von Sonneneinstrahlung oder Vibrationen spröde und/oder undicht werden. Wir entschieden uns also für die Lösung durchs Fenster.

Eine Durchführung für ein Fenster zu bauen, schien uns relativ einfach in der Umsetzung. Die nötigen Baumaterialien zu besorgen, sollte kein größeres Problem darstellen (zu diesem Zeitpunkt waren wir in Dänemark auf dem Weg Richtung Schweden), sofern du flexibel bist in der Umsetzung. Wir klapperten also einige Baumärkte ab, bis wir alles hatten, was wir brauchten:

  • Nieten und eine Nietzange
  • 3-4 mm dicke Platten, die wir leicht verarbeiten können (Alu Dibond, Sperrholz oder Plexiglas)
  • ein Lüftungsgitter bevorzugt aus Metall
  • ein kleines Stück Moskitonetz

Bis wir alles zusammen hatten, besuchten wir mehrere verschiedene Läden. Dennoch gelang es uns, alle Bestandteile zu finden, welche wir benötigten. Plexiglas ist definitiv nicht unser bevorzugtes Material für die Fensterblende. Sperrholz oder Alu Dibond fanden wir leider nicht in den mehr oder weniger passenden Massen. Mit der Stichsäge, die wir ohnehin in unserem Werkzeug dabei haben, war es möglich das Plexiglas zu bearbeiten.

Eine improvisierte Fensterblende selber bauen

Als erstes fertigten wir aus einigen Reststücken Karton eine Schablone für die Durchführung. Vorne, hinten und oben ist es wichtig, dass die Schablone schön in den Rahmen des Fensters passt und dass sie unten auf dem Fenster aufliegt.

Danach übertrugen wir die Schablone auf das Plexiglas und haben mit der Stichsäge die Form ausgeschnitten. Wir besassen nur ein Sägeblatt für Holz, dieses funktionierte dennoch auch für Plexiglas ganz gut. Wenn du behutsam und langsam arbeitest und nicht zu viel Druck auf das Glas ausübst, bekommst du auch so gute Schnittkanten hin. Wenn du zu schnell arbeitest, kann es schnell vorkommen, dass Sprünge entlang des Schnitts entstehen. Aus den Reststücken gestalteten wir zwei rechteckige Teile, welche unten an der Blende montiert werden und das Fenster einschliessen. Dadurch sitzt die Blende feste in der Öffnung und der Regen kommt nicht in das Innere des Fahrzeuges.

Die Öffnungen für das Lüftungsgitter, sowie auch für die Rohrdurchführung wurden ebenfalls mit der Stichsäge ausgeschnitten. Damit wir mit dieser Ansetzen konnten, bohrten wir zuerst einige Löcher mit einem normalen Holzbohrer, in welche das Sägeblatt gut reinpasste.

Zum Schluss verbanden wir alle Teile mit ganz normalen Nieten. Der hohe Druck der Nieten auf eine relativ kleine Fläche auf dem Plexiglas ist nicht ideal. Das äussert sich durch Rissen, die rund um die Nieten entstehen können. An dieser Stelle würden sich entweder Nieten mit größerer Auflagefläche oder gar Schrauben mit Unterlegscheiben (oder kleben vielleicht?) anbieten.

Das Resultat

In unserem Video zeigen wir euch, wie das alles zum Schluss aussieht und wie wir es verwenden. Alles in allem eine durchaus improvisierte Lösung, die sich aber nun schon seit mehreren Monaten im täglichen Gebrauch bewährt und gut funktioniert. Solange das auch weiter der Fall ist, werden wir diese improvisierte Blende natürlich auch weiterhin verwenden. Jedem der selbst sowas bauen möchte, empfehlen wir aus unseren Fehlern und nicht vorhandenen Materialen zu lernen und das grundsätzlich funktionierende Konzept mit anderen Materialien umzusetzen 😉